Physiologie der Lunge

Ein Bereich der Diagnostik bei CF-Kranken ist die Lungenfunktionsuntersuchung. Es sind Aussagen möglich über

  • das Atemvolumen
  • die Luftströmung bei der Ausatmung
  • den Blähungsgrad der Lunge
  • den Gasaustausch
  • die Wirksamkeit bronchienerweiternder Medikamente (Bronchospasmolyse-Test)

Wissenswertes rund um Lunge und Atmung

Die Lunge eines Neugeborenen wiegt ca. 50 g. Mit einem Jahr wiegt es schon das Dreifache, bis zu 170 g. Wenn wir erwachsen sind ist unsere Lunge ca. 1,1 kg schwer.
Die Oberfläche beider Lungenflügel aufgeklappt ist so groß wie ein halbes Fußballfeld, bis zu 130 m². Die Zahl der Lungenbläschen liegt zwischen 320 und 400 Millionen. Täglich laufen ca. 7.000 l Blut durch unsere Lungen. Die Gesamtlänge aller Lungenkapillare entspricht etwa 13 km. Die Durchlaufzeit eines roten Blutkörperchens beträgt zwischen 0,6 und 1 Sekunde. Die Luftröhre ist beim erwachsenen Menschen zwischen 10 und 12 cm lang. Die Anzahl der Knorpelspangen, die sie aufhält, liegt zwischen 16 und 20 Stück. Die sogenannte Vitalkapazität bezeichnet das Luftvolumen, das wir bei maximaler Einatmung und maximaler Ausatmung in unserer Lunge bewegen. Es beträgt 3 bis 6 l. Das sogenannte Totraumvolumen, wo kein Gasaustausch stattfindet, beträgt 150 ml. Das Residualvolumen wiederum bezeichnet das Volumen, das immer in der Lunge verbleibt, es beträgt 1.200 ml. Die tägliche Ventilation der Lunge, das heißt der Luftdurchsatz pro Tag, liegt bei etwa 10.000 l Luft.  In einem Durchschnittsleben beträgt der gesamte Durchsatz an Luft etwa 285 Millionen l.